NOA - Neurologische Arbeitsgemeinschaft

Geschäftsordnung der Neuroonkologischen Arbeitsgemeinschaft (NOA)

Präambel:

Im weitesten Sinne ist Neuroonkologie die Wissenschaft von den Beziehungen zwischen Nervensystem und neoplastischem Wachstum. Praktische Anwendungsgebiete der Neuroonkologie umfassen im wesentlichen die folgenden vier Bereiche:

  1. Primäre Neoplasien im Bereich des Nervensystems
  2. Neurologische Komplikationen neoplastischer Erkrankungen des übrigen Körpers, sowohl metastatischer als auch nichtmetastatischer Natur
  3. Folgen onkologischer Therapie auf neurologischem Fachgebiet
  4. Schmerz im Zusammenhang mit Krebserkrankungen

Artikel 1:

Die "Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft“ (NOA) ist ein Bestandteil der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

Artikel 2: Ziele

  1. Förderung der klinischen und experimentellen Neuroonkologie als einer Teilaufgabe der Neuro- Wissenschaften und der Onkologie.
  2. Förderung der Zusammenarbeit und des Informationsaustausches auf dem Gebiet der Neuroonkologie zwischen den Nachbardisziplinen der Neurochirurgie, Neurologie, Neuropädiatrie, Neuropathologie, Neuroradiologie, Onkologie, Strahlentherapie und den Grundlagenfächern, insbesondere der experimentellen Neuroonkologie.
  3. Erarbeitung und Standardisierung gemeinsamer Therapiestrategien von neoplastischen und paraneoplastischen Erkrankungen des Nervensystems, u.a. durch die Verfassung von Leitlinien und durch eigene Studieninitiativen
  4. Förderung der Bildung von Schwerpunkteinrichtungen für Neuroonkologie zur Verbesserung der Versorgung betroffener Patienten.
  5. Information der Öffentlichkeit zu neuroonkologischen Themen.
  6. Förderung der internationalen Zusammenarbeit, u.a. durch Kooperation mit der EORTC.

Artikel 3: Mitgliedschaft

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft müssen Mitglieder der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. sein. Über die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft entscheidet die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstandes.

Der Antrag auf Mitgliedschaft muss von 2 Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft unterstützt werden.Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, Austritt oder Ausschluss. Zum Austritt genügt eine einfache schriftliche Erklärung. Beim Vorliegen schwerwiegender Gründe kann der Vorstand mit einfacher Mehrheit das Ruhen der mit der Mitgliedschaft verbundenen Rechte beschließen. Ein Ausschluss kann nur von der Mitgliederversammlung auf Antrag des Vorstandes mit einfacher Mehrheit beschlossen werden.

Artikel 4: Organe

4.1. Vorstand

Die Arbeitsgemeinschaft wird durch einen Sprecher und seinen Stellvertreter vertreten. Weiterhin gehören dem Vorstand der Schriftführer und mindestens 4 Beiratsmitglieder an.

Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung für 3 Jahre gewählt.

Vorstandsbeschlüsse bedürfen der einfachen Mehrheit seiner Mitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Sprechers.

Der Vorstand soll die in der Arbeitsgemeinschaft vertretenen Fachdisziplinen repräsentieren. Vorstandsmitglied kann nur sein, wer aktiv in einem Bereich der Neuroonkologie arbeitet und mindestens 3 Jahre in einem der Gebiete der Neuroonkologie tätig war.

Der Sprecher berichtet dem Vorstand der Deutschen Krebsgesellschaft einmal jährlich über die Arbeitsgemeinschaft

4.2. Mitgliederversammlung

Die ordentliche Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft findet einmal jährlich statt und wird vom Vorstand einberufen. Sie entscheidet mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder.

Änderungen der Geschäftsordnung bedürfen einer 2/3- Mehrheit in einer ordentlichen Mitgliederversammlung.

Die Einladung zur Mitgliederversammlung muss mindestens 6 Wochen zuvor schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung an die Mitglieder ergehen.

Anträge zur Änderung der Geschäftsordnung müssen dem Vorstand mindestens 3 Wochen vor der Mitgliederversammlung erreichen. In diesem Fall ergänzt der Vorstand die Tagesordnung und teilt sie erneut schriftlich den Mitgliedern mit.

Außerordentliche Mitgliederversammlungen werden nach Bedarf vom Vorstand einberufen, ferner innerhalb von 6 Wochen, wenn mindestens 1/3 der stimmberechtigten Mitglieder dies mit schriftlicher Begründung beantragen.

4.3 Wahlmodus

Aktives und passives Wahlrecht haben nur Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft. Die Wahl des Vorstandes und des Beirats erfolgt mit einfacher Mehrheit der anwesenden

Mitglieder. Die Wahl erfolgt auf Antrag einzeln und/oder in geheimer Wahl.

Artikel 5:Organisation

Als Bestandteil der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. erhebt die "Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft in der Deutschen Krebsgesellschaft" keine eigenen Beiträge, führt keinen eigenen Geschäftsbetrieb und führt die Bezeichnung "Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft in der Deutschen Krebsgesellschaft e. V." auf dem Briefkopf der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.Im übrigen gilt die Satzung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V., deren Regelungen ggf. sinngemäß ergänzend zu dieser Geschäftsordnung heranzuziehen sind.