NOA - Neurologische Arbeitsgemeinschaft

Aktuelle Studien der NOA

Glioblastom (Progress):

NOA-10 / GLIAA-Studie

Amino-acid PET versus MRI guided re-irradiation in patients with recurrent glioblastoma multiforme - A randomised phase II trial. Prospektive, randomisierte multizentrische Phase-II-Studie (Finanzierung: Deutsche Krebshilfe)

Status der Studie: aktiv
Ansprechpartner: Prof. Dr. Anca-L. Grosu (Studienleiterin, Freiburg), Dr. Dr. Oliver Oehlke (Studienarzt, Freiburg)

Status der Studie: rekrutiert, rekrutierte Patienten 44/200, davon 31 randomisiert.

Nach abgeschlossenen Dummy Runs und Phantommessungen vor Ort sind neben dem UK Freiburg auch UK Aachen, UK Erlangen, MH Hannover, UK Magdeburg, UK Mannheim, UK Marburg, UK Rostock und Klinikum Stuttgart als Prüfzentren initiiert. Weitere Zentren werden für die Initiierung vorbereitet.

Die GLIAA Studie untersucht prospektiv und randomisiert die Wertigkeit einer Hochpräzisions-Re-Bestrahlung nach FET-PET gegenüber eine Hochpräzisions-Re-Bestrahlung nach MRT T1+KM bei Patienten mit Rezidiv-Glioblastom.

Primärer Endpunkt: Progressionsfreie Überleben

Sekundäre Endpunkte: Gesamtüberleben, Lebensqualität, Nebenwirkungen nach Strahlentherapie, Lokalisation der Rezidive, volumentrische Evaluation PET versus MRT.

Publikationen:

[(18)F] FET-PET Imaging for treatment and response monitoring of radiation therapy in malignant glioma patients - A Review. Götz I, Grosu AL. Front Oncol 2013;3: 104 - 104

An interindividual comparison of O-(2- [(18)F] Fluoroethyl)-L-Tyrosine (FET)- and L-[Methyl-(11)C] Methionine (MET)-PET in patients with brain gliomas and metastases. Grosu AL, Astner ST, Riedel E, Nieder C, Wiedenmann N, Heinemann F, Schwaiger M, Molls M, Wester HJ, Weber WA. Int J Radiat Oncol 2011;81: 1049 - 1058

PET for radiation treatment planning of brain tumors. Grosu AL, Weber WA. Radiother Oncol 2010;96: 325 - 327

 

NOA-12 / NONK-3

A phase I/II, randomized, open-label, multi-centre study of BIBF1120 + reirradiation (R-RT) versus reirradiation in the treatment of patients with first or second progression of glioblasoma.

Status der Studie: aktiv
Ansprechpartner: Prof. Dr. Michael Platten (Koordinator, Heidelberg); Prof. Dr. Wolfgang Wick (Studienleiter, Heidelberg)

Randomisierte Phase I/II Studie

EudraCT-Number:      2011-000921-61

Phase: I (abgeschlossen); Phase: II multizentrisch rekrutierend
Rekrutierte Patienten: 26/83

Die NOA-12 / NONK-03-Studie untersucht nach einer unizentrischen Phase I, in der die maximal tolerierte Dosis des Multityrosinkinaserezeptorinhibitors BIBF1120 (Inhibitor für VEGFR2, FGFR und PDGFR) zusätzlich zu einer Re-Bestrahlung festgelegt wurde, in einer multizentrischen Phase II Studie prospektiv und randomisiert die Frage, ob eine Kombinationstheorie mit BIBF1120 (Inhibitor für VEGFR2, FGFR und PDGFR) und Re-Bestrahlung mit 18 x 2,4 Gy für Patienten mit dem ersten oder zweiten Progress eines Glioblastoms ein günstiges Signal für die Progressionsfreiheit nach sechs Monaten ergibt. Im Kontrollarm erfolgt eine alleinige Re-Bestrahlung mit 18 x 2,4 Gy.
 

 

NOA-14 / HIPPORAD-Studie

Whole-brain irradation with hippocampal sparing and dose escalation on metastases: neurocognitive testing and biological imaging. Prospektive, randomisierte multizentrische Phase II-Studie - (Finanzierung: Deutsche Krebshilfe)

Status der Studie: geplant
Ansprechpartner: Prof. Dr. Anca-L. Grosu (Studienleiterin, Freiburg), Dr. Dr. Oliver Oehlke (Co-Leiter, Freiburg)

Status der Studie: Beginn der Rekrutierung 1. Quartal 2016, aktuell erfolgt die Abklärung der MRT-Infrastruktur der Zentren vor Ort und die Schulung des für die Durchführung der neuropsychologischen Tests verantwortlichen Studienpersonals in den jeweiligen Zentren durch die Neuropsychologin der Studienleitung.

Bei der HIPPORAD-Studie handelt es sich um eine Phase II-Studie für Patienten mit 4 - 10 Hirnmetastasen solider Tumore. Ziel dieser Studie ist es, die Vorteile der Ganzhirnbestrahlung (WBRT) mit Hippocampus-Schonung (HA) und mit Boost auf die Metastasen im Vergleich zu WBRT und die gleichzeitige Steigerung ohne HA, auf die Gedächtnisleistung und morphologischen Hirnveränderungen bei Patienten mit Hirnmetastasen zu untersuchen.

Primärer Endpunkt: Neurokognitive Funktion nach 3 Monaten, Messung der Lernleistung (Verbal Learning and Memory Test) 3 Monate nach der Strahlentherapie im Vergleich zur Baseline.

Sekundäre Endpunkte: Morphologische Veränderungen im MRT, lokale Tumorkontrolle, Auftreten neuer Hirnmetastasen (insbesondere in Hippocampus-Regionen), Gesamtüberleben, die Anzahl der verstorbenen Patienten aufgrund von Hirnmetastasen, lokales progressionsfreies Überleben, Depressionen, Veränderungen der kognitiven Fähigkeiten zu verschiedenen Zeitpunkten nach der Behandlung im Vergleich zur Baseline, Lebensqualität.

Publikation:

Whole brain irradiation with hippocampal sparing and dose escalation on multiple brain metastases: Local tumor control and survival. Oehlke O, Wucherpfennig D, Fels F, Frings L, Egger K, Weyerbrock A, Prokic V, Nieder C, Grosu Al. Strahlenther Onkol. 2015;191: 461 - 469

Glioblastom /anaplastisches Astrozym (Primärtherapie)::

NOA-16 / NONK-6

Targeting IDH1R132H in WHO grade III- IV IDH1R132H-mutated gliomas by a peptide vaccine - a Phase I safety, tolerability and immunogenicity multicenter trial

Status der Studie: aktiv
Ansprechpartner: Prof. Dr. Michael Platten (Coordinating Investigator, Heidelberg)

Offene, einarmige Phase I, first-in-man Studie

EudraCT-Number:       2014-000503-27

Phase I: multizentrisch rekrutierend, 30 Patienten

Die NOA-16 / Nonk-06-Studie untersucht einen multizentrischen offenen Phase I-Design die Sicherheit und Immunogenität einer mutationsspezifischen IDH1-Peptidvakzine in Kombination mit einer primären Radiotherapie, einer primären Chemotherapie mit Temozolomid oder einer primären kombinierten Radiochemotherapie mit Temozolomid bei Patienten mit Grad III oder Grad IV Gliomen mit IDH1R132H-Mutation, ohne 1p/19q-Kodeletion und mit Verlust der ATRX-Expression. Die Patienten erhalten insgesamt 8 Peptidvekzinierungen über einen Zeitraum von 24 Wochen.

NOA-19 / ReCog-GBM-L

Retest-Reliabilität und lokalisationsabhängige Sensitivität neurocognitiver Testung bei erstdiagnostizierten Glioblastompatienten (Re-Cog-GBM-L) - (Finanzierung: Uniklinik Köln, Zentrum für Neurochirurgie)

Status der Studie: aktiv
Ansprechpartner: Dr. Carolin Weiß Lucas (Studienleiterin), Prof. Roland Goldbrunner (Köln)

Status der Studie: rekrutiert seit 13.04.2016

ID-Nummer des Deutschen Registers Klinischer Studien (DRKS): DRKS00010162

Ziel der Studie ist es, mögliche Veränderungen der Denk- und Merkfähigkeit (Neurokognition) bei Patienten mit der (erstmaligen) Verdachtsdiagnose eines Glioblastoms vor und nach einer Operation bzw. Biopsie des Tumors und im weiteren Verlauf der Erkrankung zu untersuchen. Mit Hilfe der Studienergebnisse soll die künftige Diagnostik und Therapieplanung auch hinsichtlich möglicher neurokognitiver Defizite optimiert werden.

Studiendesign: Im deutschsprachigem Raum sollen N=192 Patienten mit erstdiagnostizierten (nicht vorbehandelten), supratentoriellen, monolokulären, kontrastmittelaufnehmenden intraaxialen Hirntumoren (V.a. Glioblastom) eingeschlossen werden (N=128 mit Tumorresektion, N=64 mit stereotaktischer Biopsie). Vor und nach dem operativen Eingriff sowie in der Folge alle 2 - 4 Monate bis zum ersten Rezidiv (s. Endpunkte) findet eine neurokognitive Testung statt (ca. 35 - 50 Min.), bestehend aus: Digit Span Test, Symbol Digit Modality Test (SDMT), Hopkins Verbal Learning Test-Revised (HVLMT-R), Stroop Colour Word Test, Trail Making Test, Judgement of Line Orientation Test (JLOT), Pegboard Test, Controlled Oral Word Association Test (COWAT), Bells Test und Rey-Osterrieth Complex Figure Test (ROCFT).

Primärer Endpunkt: Veränderung der neurocognitiven Leistungen nach Operation (vs. Biopsie) (Individualniveau) - Messzeitpunkte (MZ): 1 vs. 3.

Sekundäre Endpunkte: Veränderung der neurokognitiven Leistungen nach Radiochemotherapie (MZ 4 vs. 3), Test-Retest-Reliabilität der neurokognitiven Testergebnisse (MZ 2 & 3), Korrelation der neurokognitiven  Leistungsdefizite mit (a) der Tumor- / Ödem-Lokalisation (Methode: voxel-based lesion symptom mapping; MZ 1, 3, 4), (b) der Lebensqualität (Test: SF-12; MZ 1, 4) und (c) Depressivität (Test: BDI; MZ 1, 4).

Messzeitpunkte: (1) vor Operation, (2/3) nach Operation, vor Entlassung, konsekutive Tage, (4) ca. 3 Monate postoperativ.

In der pdf-Datei finden Sie die Studiensynopse.

 

Dateien

Geplante Studien::

EORTC 26081 / CODEL / NOA

Phase III Intergroup Study of RT plus adjuvant PCV vs. TMZ alone vs. RT with concomitant and adjuvant TMZ for Patients with newly diagnosed anaplastic Oligodendroglioma or anaplastic mixed Glioma with chromosomal co-deletions fo 1p and 19q

Status der Studie: geplant
Ansprechpartner: Prof. Dr. Wolfgang Wick (EORTC/NOA Koordinator, Heidelberg)

Status der Studie:  ausgesetzt in den USA (EORTC ebenfalls)

Die CODEL-Studie wird aktuell mittels Amendments revidiert. Sie ist wie CATNON wegen der hohen Patientenzahl ein kooperatives Projekt mehrerer nationaler und internationaler Studienverbünde. Neben der führenden Gruppe, der US-amerikanischen  Alliance, der EORTC, dem NCI von Kanada, und der australischen GOGNO ist die NOA Mitinitiator der Studie. Weitere Informationen unter http://www.eortc.be und in Kürze auch auf dieser NOA-Webseite.

NOA-11 / PDT

Controlled clinical triall to evaluate the safety and efficacy of stereotactical photodynamic therapy with 5-aminolevulinic acid (Gliolan) in reccurent glioblastoma

Status der Studie: geplant
Ansprechpartner: Prof. Dr. Walter Stummer (Studienleiter, Münster), Dr. Juliane Schroeteler (Koordinatorin, Münster)

EudraCT-Nr.: 2015-002727-25

Phase IIb, multizentrisch, prospektiv, randomisiert, kontrolliert
Prüfung nach AMG und MPG

In dieser Studie sollen Patienten mit dem ersten Rezidiv eines Glioblastoms eingeschlossen werden. Die Patienten werden auf zwei Arme randomisiert. Der Behandlungsarm erhält die stereotaktisch geführte interstitielle photodynamische Therapie (iPDT), der Kontrollarm erhält eine Biopsie zur Sicherung des Rezidivs. Beide Patientenkollektive können nachfolgend mit jeglicher Therapie außer mit Antiangiogenesehemmern behandelt werden. Es soll mit dieser Studie die Wirksamkeit der iPDT hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens getestet werden.

Als sekundäre Endpunkte werden u.a. das Gesamtüberleben und die Lebensqualität überprüft werden. Die Zeitspanne der Studie wird auf 5 Jahre angesetzt, mit einer Zwischenanalyse nach ca. 31 Monaten.
 

NOA-13

Nähere Informationen erhalten Sie später.

Status der Studie: geplant
Ansprechpartner: Prof. Dr. Uwe Schlegel (Studienleiter, Bochum)

In der Nachbeobachtung / Auswertung befindlicher Studien::

EORTC 22033-Studie

Phase III-Studie bei niedergradigen Gliomen mit hohem Risiko

Status der Studie: abgeschlossen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Peter Hau (nationaler Koordinator, Regensburg)

Die EORTC 22033-Studie untersuchte prospektiv und randomisiert die Frage, ob eine Temozolomid-Chemotherapie an 21 aus 28 Tagen anstelle einer Radiotherapie in der Primärbehandlung niedergradiger Gliome mit hohem Risiko eingesetzt werden konnte. Zusammenfassend sind die Ergebnisse für Strahlentherapie und Chemotherapie gleichwertig. Weitere Informationen zur Studie unter www.eortc.be

Auf Publikationen als Abstract auf dem ASCO 2013 verwiesen.

EORTC 26053 / CATNON / NOA

Phase III-Studie zur Radio-Chemo-Therapie anaplastischer Gliome ohne kombinierten Verlust von 1p und 19q.

Status der Studie: aktiv
Ansprechpartner: Prof. Dr. Wolfgang Wick ( nationaler Koordinator, Heidelberg)

Die EORTC 26053-Studie untersucht die Frage, ob eine begleitende oder eine nachfolgende Chemotherapie mit Temozolomid zur Strahlentherapie das Gesamtüberleben von Patienten mit anaplastischem Gliom ohne kombinierten Verlust von 1p und 19q verbessert. Eingeschlossen werden können Patienten nach histologischer Sichtung und einer oder mehreren operativen Therapien, z. B. für ein niedergradiges Gliom. Die CATNON-Studie ist wegen der hohen Patientenzahl ein kooperatives Projekt mehrerer nationaler und internationaler Studienverbünde. Neben der EORTC, dem NCI von Kanada, zwei amerikanischen Studienverbünden und der australischen COGNO ist die NOA Mitinitiator der Studie. Weitere Informationen unter http://www.eortc.be.

 

Weitere Informationen zu EORTC-Studien finden Sie unter www.eortc.be
Im NOA-Vorstand ist Prof. Dr. Wolfgang Wick, Heidelberg, für die Beziehung zur EORTC zuständig. Er gibt Ihnen gerne detaillierte Informationen oder Hinweise, wie Sie sich an EORTC-Studien beteiligen können.

Glarius-Studie

Randomisierte Phase II-Studie zur Bevacizumab/Irinotecan-Therapie vs. Standard-TMZ-Therapie in der Primärtherapie von Patienten mit neudiagnostiziertem MGMT-nichmethyliertem Glioblastom. Status der Studie 07/2014: Studie abgeschlossen, Nachbeobachtung abgeschlossen. Sponsor: Roche

Status der Studie: abgeschlossen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Ulrich Herrlinger (Bonn)

In der Glarius-Studie erfolgte eine 2:1-Randomisierung zwischen dem experimentellen Arm (Bevacizumab + Irinocetan (BEV/IRI)) vs. dem Standardarm mit Temozolomidtherapie nach Stupp-Schema. Da die Studie nur Patienten mit nichtmethyliertem MGMT-Promotor (Ratio < 0.6) aufnahm und Temozolomid in dieser Population allenfalls nur sehr gering wirksam ist, konnte auf eine Temozolomidtherapie im experimentellen Arm verzichtet werden. Von Juni 2010 bis August 2012 wurden 182 Patienten in 22 deutschen Zentren rekrutiert. Die Auswertung des primären Endpunkts (PFS-6) und wesentlicher sekundärer Endpunkte (PFS, OS, Lebensqualität) ist erfolgt und in Abstractform publiziert (ASCO 2014-Abstract; Herrlinger et al., J Clin Oncol 32:5s, 2014 (suppl; abstr 2042)).

NOA-06

Prospektiv randomisierte Phase III Studie bei solitären / singulären Hirnmetastasen: Operation versus Operation plus Ganzhirnbestrahlung

Status der Studie: abgeschlossen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Gabriele Schackert (Dresden)

NOA-07

Multizentrische Pilotstudie zur Therapie von Medulloblastomen des Erwachsenenalters.

Status der Studie: abgeschlossen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Ulrich Bogdahn (Studienleiter, Regensburg); Prof. Dr. Peter Hau (Studienkoordinator, Regensburg)

Follow up (Patientenrekrutierung abgeschlossen)

Primäre Studienziele:

  •  Anzahl toxisch bedingter Therapieabbrüche
  •  Bestimmung der Toxizität der Erhaltungschemotherapie bei Erwachsenen

NOA-09 / CeTeG-Studie

Randomisierte Phase III-Studie zur kombinierten CCNU/Temozolomid (TMZ)-Therapie vs. Standard Temozolomid-Therapie in der Primärtherapie von Patienten mit neudiagnostiziertem MGMT-methyliertem Glioblastom. Status der Studie 07/2014: Rekrutierung abgeschlossen (04/2014), 141 Patienten rekrutiert, mindestens 2-jährige Nachbeobachtungszeit läuft.

Status der Studie: abgeschlossen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Ulrich Herrlinger (Bonn)

Die BMBF-geförderte CeTeG-Studie untersucht, ob zusätzlich zu einer Standard-Radiotherapie eine kombinierte CCNU/TMZ-Therapie einer Standard-TMZ-Therapie (Stupp-Schema) bezüglich des Gesamtüberlebens überlegen ist. Einsgeschlossen wurden nur Patienten, bei denen ein methyliertem MGMT-Promotor im Tumor nachgewiesen werden konnte. Dies beruht darauf, dass in einer einarmigen Vorstudie (UKT-03, Glas et al., J Clin Oncol 27:1257-1261, 2009) nur in dieser Subgruppe Hinweise für eine Effektivität der Kombinationstherapie gefunden wurden. Von 06/2011 bis 08/2014 wurden 141 Patienten in 17 deutschen Zentren eingeschlossen (1:1 Randomisierung). Eine Auswertung des primären Endpunkts Gesamtüberleben wird protokollentsprechend frühestens 04/2017 (2 Jahre nach Rekrutierungsende) erfolgen.

Abgeschlossene Studien::

DIRECTOR

Dosisintensivierte Reexposition mit Temozolomid im Wochenwechsel versus Temozolomid im Wechsel von drei Wochen Therapie und einer Woche Therapiepause bei Patienten mit progredientem oder rezidiviertem Glioblastom.

Status der Studie: abgeschlossen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Michael Weller (Studienleiter, Zürich)

Nachbeobachtung: abgeschlossen

Publikation: Tabatabai et al. ASCO 2014; J Clin Oncol 32:5s (suppl; abstr. 2015)

Sponsor: Universitätsklinikum Heidelberg

In der DIRECTOR Studie erfolgte eine 1:1-Randomisierung zwischen Temozolomid im Wochenwechsel (120 mg/m² Körperoberfläche pro Tag) und 21/28 Tagen (80 mg/m² Körperoberfläche) mit dem Ziel eine Überlegenheit von Temozolomid im Wochenwechsel für den primären Endpunkt, Zeit bis zum Therapieversagen. Dieser ist definiert als Zeit bis zur Progression, Abbruch der Therapie wegen Toxizität oder Tod. Außerdem sollte der Einfluss des O6-Methylguanin-DNA Methylatransferase Promotormethylierungsstatus auf das Studienergebnis bestimmt werden. In 16 Zentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden zwischen 09/2009 und 06/2012 105 Patienten randomisiert. Es gab keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Regimes. Eine Methylierung des MGMT Promotors war mit einem Anteil nach sechs Monaten progressionsfreier Patienten von 39.8% gegenüber 6,9% bei Patienten mit unmethyliertem MGMT Promotor assoziiert. In der Schlussfolgerung ist eine Wiederaufnahme von Temozolomid für Patienten mit methyliertem MGMT Promotor eine sinnvolle Therapie bei Progression eines Glioblastoms.
 

EORTC 26052-Studie

Phase III-Studie zur Radio-Chemo-Therapie von Glioblastomen

Status der Studie: abgeschlossen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Wolfgang Wick ( nationaler Koordinator, Heidelberg)

Rekrutierte Patienten: 970 von 1150
Status der Studie: in drei deutschen Zentren geöffnet: Bonn, Heidelberg, Tübingen

Die EORTC 26052-Studie untersucht die Frage, ob eine Intensivierung der Temozolomid-Chemotherapie nach kombinierter Radio-Chemo-Therapie mit Temozolomid das Überleben von Patienten mit Glioblastom verbessert. Diese vor allem in den USA sehr schnell rekrutierende Studie wird nur an wenigen deutschen Zentren durchgeführt. Diese Studie untersucht prospektiv die Relevanz des MGMT. Weitere Informationen unter http://www.eortc.be

 

G-PCNSL-SG1-Studie

Zum Stellenwert der Ganzhirnbestrahlung in der Primärtherapie primärer ZNS-Lymphome mit Hochdosis-Methotrexat

Status der Studie: abgeschlossen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Eckhard Thiel ( AIO), Prof. Dr. Michael Weller (NOA)

Publikationen:

Differently regulated miRNAs as prognostic biomarkers in the blood of primary CNS lymphoma patients. Roth P, Keller A, Hoheisel JD, Codo P, Bauer AS, Backes C, Leidnger P, Meese E, Thiel E, Korfel A, Weller M. Eur J Cancer 2015;51: 382 - 390

Prognostic impact of intraocular involvement in primary CNS lymphoma: experience from the G-PCNSL-SG1 trial. Kreher S, Strehlow F, Martus P, Hertenstein B, Röth A, Birnbaum T, Griesinger F, Rauch M, Kanz L, Thiel E, Weller M, Korfel A. Ann Hematol. 2015;94: 409 - 414

Pathogenesis and management of primary CNS lymphoma. Roth P, Korfel A, Martus P, Weller M. Expert Rev Anticancer Ther. 2012;12: 623 - 633

Prognostic impact of meningeal dissemination in primary CNS lymphoma (PCNSL): experience fron the G-PCNSL-SG1 trial. Korfel A, Weller M, Martus P, Roth P, Klasen HA, Roeth A, Rauch M, Hertenstein B, Fischer T, Hundsberger T, Leithäuser M, Birnbaum T, Kirchen H, Mergenthaler HG, Schubert  J, Berdel W, Birkmann J, Hummel M, Thiel E, Fischer L. Ann Oncol. 2012;23: 2374 - 2380

Surgery of primary CNS lymphoma? Challenging a paradigm. Weller M, Martus P, Roth P, Thiel E, Korfel A, German PCNSL Group. Neuro Oncol. 2012;14: 1481 - 1484

Outcome of elderly patients with primary CNS lymphoma in the G-PCNSL-SG-1. Roth P, Martus P, Kiewe P, Möhle R, Klasen H, Rauch M, Röth A, Kaun S, Thiel E, Korfel A, Weller M. Neurology 2012;79: 890 - 896

High-dose methotrexate with or without whole brain radiotherapy for primary CNS lymphoma (G-PCNSL-SG-1): a phase 3, randomised, non-inferiority trial. Thiel E, Korfel A, Martus P, Kanz L, Griesinger F, Rauch M, Röth A, Hertenstein B, von Toll T, Hundsberger T, Mergenthaler HG, Leithäuser M, Birnbaum T, Fischer L, Jahnke K, Herrlinger U, Plasswilm L, Nägele T, Pietsch T, Bamberg M, Weller M. Lancet Oncol. 2010;11: 1036 - 1047

NOA-01

Randomisierte Studie zur Radio-Chemo-Therapie von malignen Gliomen

Status der Studie: abgeschlossen

NOA-04

Prospektive, randomisierte Phase III-Studie bei anaplastischen Gliomen

Status der Studie: abgeschlossen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Wolfgang Wick (Koordinator, Heidelberg) Prof. Dr. Michael Weller (Studienleiter, Zürich)

Rekrutierte Patienten: 318 von 318
 

Publikationen:

Integrated DNA methylation and copy-number profiling identify three clinically and biologically relevant groups of anaplastic glioma. Wiestler B, Capper D, Sill M, Jones DT, Hovestadt V, Sturm D, Koelsche C, Bertoni A, Schweizer L, Korshunov A, Weiß EK, Schliesser MG, Radbruch A, Herolde-Mende C, Roth P, Unterberg A, Hartmann C, Pietsch T, Reifenberger G, Lichter P, Radlwimmer B, Platten M, Pfister SM, von Deimling A, Weller M, Wick W. Acta Neuropathol. 2014;128: 561 - 571

Prognostic or predective value of MGMT promotor methylation in gliomas depends on IDH1 mutation. Wick W, Meisner C, Hentschel B, Platten M, Schilling A, Wiestler B, Sabel MC, Koeppen S, Ketter R, Weiler M, Tabatabai G, von Deimling A, Gramatzki D, Westphal M, Schackert G, Loeffler M, Simon M, Reifenberger G, Weller M. Neurology 2013;81:1515 - 1522

ATRX loss refines the classification of anaplastic gliomas and identifies a subgroup of IDH mutant astrocytic tumors with better prognosis. Wiestler B, Capper D, Holland-Letz T, Korshunov A, von Deimling A, Pfister SM, Platten M, Weller M, Wick W. Acta Neuropathol. 2013;126:443 - 451

Temozolomide and 13-cis reinoic acid patients with anaplastic gliomas: a prospective single-arm monocentric phase-II study (RNOP-05). Grauer O, Pascher C, Hartmann C, Zeman F, Weller M, Proescholdt M, Brawanski A, Pietsch T, Wick W, Bogdahn U, Hau P. J Neurooncol. 2011;104: 801 - 809. doi:10.1007/s11060-011-0548-y. Epub 2011 Mar 4. Erratum. in: J Neurooncol. 2011;105: 671

Patients with IDH1 wild type anaplastic astrocytomas exhibit worse prognosis than IDH1-mutated glioblastomas, and IDH1 mutation status accounts for the unfavorable prognostic effect of higher age: implications for classification orf gliomas. Hartmann C, Hentschel B, Wick W, CapperD, Felsberg J, Simon M, Westphal M, Schackert G, Meyermann R, Pietsch T, Reifenberger G, Weller M, Loeffler M, von Deimling A. Acta Neuropathol. 2010;120: 707 - 718

NOA-04 randomized phase III trial of sequential radiochemotherapy of anaplastic gliome with procarbazine, lomustine, and vincristine or temozolomide. Wick W, Hartmann C, Engel C, Stoffels M, Felsberg J, Stockhammer F, Sabel MC, Koeppen S, Ketter R, Meyermann R, Rapp M, Meisner C, Kortmann RD, Pietsch T, Wiestler OD, Erneman U, Bamberg M, Reifenberger G, von Deimling A, Weller M. J Clin Oncol. 2009;27: 5874-5880

Die NOA-04-Studie untersuchte prospektiv und randomisiert die Frage, ob eine Chemotherapie anstelle einer Radiotherapie in der Primärbehandlung anaplastischer Gliome nach Operation einsetzbar ist. Zwischen Oktober 1999 und Februar 2005 wurden 318 Patienten in 36 Deutschen Zentren randomisiert. Primärer Endpunkt war die Zeit bis zum Therapieversagen. Therapieversagen ist definiert als Zeit bis zur zweiten Progression oder einen Zeitpunkt vor der zweiten Progression, ab dem eine weitere Therapie nicht möglich ist.

Eine Auswertung der Langzeitergebnisse wurde auf dem ASCO 2015 präsentiert.

NOA-05

Einarmige Phase II-Studie zur PC-Chemotherapie bei Patienten mit Gliomatosis cerebri. Status der Studie: abgeschlossen und publiziert.

Status der Studie: abgeschlossen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Ulrich Herrlinger (Bonn)

In der Studie wurden 35 Patienten mit PC-Chemotherapie behandelt. Die Studie ist abgeschlossen, ausgewertet und publiziert (Herrlinger et al., Ann Neurol 70:445-453,2011). Mit der alleinigen PC-Therapie lag das mediane progressionsfreie Überleben bei 14 Monaten, das mediane Gesamtüberleben bei 30 Monaten. Der Nachweis einer IDH-1-Mutation und das Fehlen einer sbihemisphärisch symmetrischen Befallsmusters im MRT konnten in einer multivariaten Analsyse als unabhängig positive prognostische Faktoren ermittelt werden. Die NOA-05-Studie ist die bisher einzige prospektive Therapiestudie bei  Gliomatosis cerebri und etabliert die alleinige PC-Therapie als eine sinnvolle Erstlinientherapie bei Gliomatosis cerebri.

 

NOA-08

Temozolomid (one week on/one week off) versus Strahlentherapie in der Primärtherapie anaplastischer Astrozytome und Glioblastome bei älteren Patienten

Status der Studie: abgeschlossen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Wolfgang Wick (Koordinator und Studienleiter ab 2008, Heidelberg)

Randomisierte Phase III-Studie Methvsalem/NOA-08

Phase: III
Rekrutierte Patienten: 412 von 412

Die NOA-08-Studie untersucht prospektiv und randomisiert die Frage, ob eine Temozolomid-Chemotherapie bei Patienten mit malignem Gliom über 65 Jahren einer Strahlentherapie der erweiterten Tumorregion gleichwertig ist. Außerdem werden in der Studie die Lebensqualität und prognostische molekulare Parameter sowie Resistenzfaktoren (MGMT) bestimmt.

Publikationen:

MGMT testing-the challenges for biomarker-based glioma treatment. Wick W, Weller M, van den Bent M, Sanson M, Weiler M, von Deimling A, Plass C, Hegi M, Platten M, Reifenberger G. Nat Rev Neurol. 2014;10: 372 - 385.

Malignant astrocytoms of elderly patients lack favorable molecular markers: an analysis of the NOA-08 study collective. Wiestler B, Claus R, Hartlieb SA, Schliesser MG, Weiss EK, Hielscher T, Platten M, Dittmann LM, Meisner C, Felsberg J, Happold C, Simon M, Nikkhah G, Papsdorf K, Steinbach JP, Sabel M, Grimm C, Weichenhan D, Tews B, Reifenberger G, Capper D, Müller W, Plass C, Weller M, Wick W; Neuro-oncology Working Group (NOA) of the German Cancer Society. Neuro Oncol. 2013;15: 1017 - 1026.

Temozolomide chemotherapy alone versus radiotherapy alone for malignant astrocytoma in the elderly: the NOA-08 randomised, phase 3 trial. Wick W, Platten M, Meisner C, Felsberg J, Tabatabai G, Simon M, Nikkhah G, Papsdorf K, Steinbach JP, Sabel M, Combs SE, Vesper J, Braun C, Meixensberger J, Ketter R, Mayer-Steinacker R, Reifenberger G, Weller M; NOA-08 Study Group of Neuro-oncology Working Group (NOA) of German Cancer Society. Lancel Oncol. 2012;13: 707 - 715