NOA - Neurologische Arbeitsgemeinschaft

Über die NOA

NOA - Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft in der Deutschen Krebsgesellschaft e. V.

Die NOA wurde 1987 in Würzburg als Arbeitsgruppe der Deutschen Krebsgesellschaft gegründet. Sie hatte ihren Ursprung in der zwischen 1983 und 1989 durchgeführten deutsch-österreichischen Gliomstudie, deren Teilnehmer die Vorteile einer umfassenderen interdisziplinären Zusammenarbeit zu verschiedenen Themen der Neuroonkologie erkannten. Bis 2008 hat die NOA über 300 Mitglieder aus den Hauptdisziplinen Neurologie, Neurochirurgie, Radiotherapie, Neuropathologie, Neuroradiologie und Medizinische Onkologie. Zudem sind Biostatistiker, Informatiker, Neuropsychologen und einigen pädiatrische Onkologen vertreten. Seit Ende der 90er Jahre stehen neben der Strukturierung der interdisziplinären Zusammenarbeit, vor allem die Entwicklung und Durchführung klinischer Studien sowie die Erstellung von Leitlinien im Arbeitsmittelpunkt. Die NOA hat neben der Studie zur Radio-Chemo-Therapie maligner Gliome (Weller et al., J Clin Oncol 2003), Studien zu primären ZNS-Lymphomen (Herrlinger et al., Ann Neurol 2002 und 2005) Studien zu anaplastischen Gliomen (NOA-04), zur Gliomatosis cerebri (NOA-05), zu Hirnmetastasen (NOA-06), zur Behandlung von Medulloblastom bei Erwachsenen (NOA-07), sowie zur Optimierung der Therapie bei älteren Patienten mit malignen Gliomen (NOA-08) aufgelegt. In Vorbereitung befinden sich aktuell eine Studie zu primären ZNS-Lymphomen bei älteren Patienten (NOA-09) sowie zur Rezidivtherapie von Temozolomid-vorbehandelten Patienten mit Temozolomid (NOA-10/DIRECTOR).

Neben den Studienaktivitäten fungiert die NOA über die jährlichen Tagungen und die Summer School Neuroonkologie als wissenschaftliche Plattform und Fortbildungsinstrument für die Deutsche Neuroonkologie.

Aufgrund der erfreulichen Entwicklung in der klinischen und translationalen neuroonkologischen Forschung und der Erfordernisse großer klinischer Studien hat sich die NOA außerdem als kooperierende Gruppe für multinationale klinische Forschungsaktivitäten bereitgestellt. Ein erstes Beispiel ist die multinationale Studie zur Behandlung anaplastischer Gliome ohne kombinierten 1p/19q-Verlust (EORTC 26053/CATNON).

Überdies ist die NOA als Vertreterin der Neuroonkologie an der Bearbeitung gesundheitspolitischer Fragen beteiligt. Sie dient außerdem als Ansprechpartner für Patienten- und Angehörigenorganisationen.