NOA - Neurologische Arbeitsgemeinschaft

Aktive Studien der NOA

NOA-10 / GLIAA-Studie

Amino-acid PET versus MRI guided re-irradiation in patients with recurrent glioblastoma multiforme - A randomised phase II trial. Prospektive, randomisierte multizentrische Phase-II-Studie (Finanzierung: Deutsche Krebshilfe)

Status der Studie: aktiv
Ansprechpartner: Prof. Dr. Anca-L. Grosu (Studienleiterin, Freiburg), Dr. Ilinca Popp (Studienärztin, Freiburg)

Status der Studie: rekrutiert, rekrutierte Patienten 141/200, davon 102 von geplanten 200 randomisiert.

Die GLIAA Studie untersucht prospektiv und randomisiert die Wertigkeit einer Hochpräzisions-Re-Bestrahlung nach FET-PET gegenüber eine Hochpräzisions-Re-Bestrahlung nach MRT T1+KM bei Patienten mit Rezidiv-Glioblastom.

Primärer Endpunkt: Progressionsfreie Überleben

Sekundäre Endpunkte: Gesamtüberleben, Lebensqualität, Nebenwirkungen nach Strahlentherapie, Lokalisation der Rezidive, volumentrische Evaluation PET versus MRT.

Publikationen:

Diffusion-weighted MRI and ADC versus FET-PET and GdT1w-MRI for gross tumor volume (GTV) delineation in re-irradiation of reccurent glioblastoma. Popp I, Bott S, Mix M, Oehlke O, Schimek-Jasch T, Nieder C, Nestle U, Bock M, Yuh WTC, Meyer PT, Weber WA, Urbach H, Mader I, Grosu AL. Radiother Oncol.2018;[Epub ahead of print]

Amino-acid PET versus MRI guided re-irradiation in patients with recurrent glioblastoma multiforme (GLIAA) - protocol of a randomized phase II trial (NOA10/ARO 2013-1). Oehlke O, Mix M, Graf E, Schimek-Jasch T, Nestle U, Götz I, Schneider-Fuchs S, Weyerbrock A, Mader I, Baumert BG, Short SC, Meyer PT, Weber WA, Grosu AL. BMC Cancer 2016;16: 769

[(18)F] FET-PET Imaging for treatment and response monitoring of radiation therapy in malignant glioma patients - A Review. Götz I, Grosu AL. Front Oncol 2013;3: 104 - 104

An interindividual comparison of O-(2- [(18)F] Fluoroethyl)-L-Tyrosine (FET)- and L-[Methyl-(11)C] Methionine (MET)-PET in patients with brain gliomas and metastases. Grosu AL, Astner ST, Riedel E, Nieder C, Wiedenmann N, Heinemann F, Schwaiger M, Molls M, Wester HJ, Weber WA. Int J Radiat Oncol 2011;81: 1049 - 1058

PET for radiation treatment planning of brain tumors. Grosu AL, Weber WA. Radiother Oncol 2010;96: 325 - 327

 

NOA-13 / Registerstudie

Prospektive Beobachtungsstudie zur Chemotherapie bei nicht spezifisch vorbehandelten Patienten mit primärem ZNS-Lymphom (PZNSL)

Status der Studie: aktiv
Ansprechpartner: Prof. Dr. Uwe Schlegel, Prof. Dr. Roland Schroers (Studienleiter, Bochum), M. Margold (Studienkoordinatorin, Bochum)

Status der Studie: offen, aktuell 37/200 Patienten eingeschlossen

Registerstudie

Die NOA-13-Studie ist ein prospektives Register zur Erfassung der aktuellen Behandlungspraxis in der Erstlinientherapie von Patienten mit Primärem ZNS-Lymphom.

Eingeschlossen werden alle Patienten mit nicht spezifisch vorbehandelten primärem ZNS-Lymphom, bei denen einen leitliniengerechte, d.h. Methotrexat-basierte Hochdosis-Chemotherapie ohne Ganzhirnbestrahlung geplant ist. Erfasst werden sollen Therapieansprechen (Tod unter Therapie, Progress, Stabile Erkrankung, partielle Remission (PR), komplette Remission (CR)), progressionsfreies und Gesamtüberleben (PFS, OS) und die Toxizität nach WHO-Grad.

 

NOA-14 / HIPPORAD-Studie

Whole-brain irradation with hippocampal sparing and dose escalation on metastases: neurocognitive testing and biological imaging. Prospektive, randomisierte multizentrische Phase II-Studie - (Finanzierung: Deutsche Krebshilfe)

Status der Studie: aktiv
Ansprechpartner: Prof. Dr. Anca-L. Grosu (Studienleiterin, Freiburg), Dr. Ilinca Popp (Studienärztin, Freiburg)

Status der Studie:  rekrutiert 56, davon 38 von geplanten100 Patienten randomisiert.

Bei der HIPPORAD-Studie handelt es sich um eine Phase II-Studie für Patienten mit 4 - 10 Hirnmetastasen solider Tumore. Ziel dieser Studie ist es, die Vorteile der Ganzhirnbestrahlung (WBRT) mit Hippocampus-Schonung (HA) und mit Boost auf die Metastasen im Vergleich zu WBRT und die gleichzeitige Steigerung ohne HA, auf die Gedächtnisleistung und morphologischen Hirnveränderungen bei Patienten mit Hirnmetastasen zu untersuchen.

Primärer Endpunkt: Neurokognitive Funktion nach 3 Monaten, Messung der Lernleistung (Verbal Learning and Memory Test) 3 Monate nach der Strahlentherapie im Vergleich zur Baseline.

Sekundäre Endpunkte: Morphologische Veränderungen im MRT, lokale Tumorkontrolle, Auftreten neuer Hirnmetastasen (insbesondere in Hippocampus-Regionen), Gesamtüberleben, die Anzahl der verstorbenen Patienten aufgrund von Hirnmetastasen, lokales progressionsfreies Überleben, Depressionen, Veränderungen der kognitiven Fähigkeiten zu verschiedenen Zeitpunkten nach der Behandlung im Vergleich zur Baseline, Lebensqualität.

Publikation:

Whole brain irradiation with hippocampal sparing and dose escalation on multiple brain metastases: Local tumor control and survival. Oehlke O, Wucherpfennig D, Fels F, Frings L, Egger K, Weyerbrock A, Prokic V, Nieder C, Grosu Al. Strahlenther Onkol. 2015;191: 461 - 469

NOA-16

Targeting IDH1R132H in WHO grade III- IV IDH1R132H-mutated gliomas by a peptide vaccine - a Phase I safety, tolerability and immunogenicity multicenter trial

Status der Studie: aktiv
Ansprechpartner: Prof. Dr. Michael Platten (Coordinating Investigator, Mannheim)

Offene, einarmige Phase I, first-in-man Studie

EudraCT-Number:       2014-000503-27

Phase I: Rekrutierung bei 30 auswertbaren Patienten beendet. Auswertung ausstehend.

Die NOA-16 / Nonk-06-Studie untersucht in einen multizentrischen offenen Phase I-Design die Sicherheit und Immunogenität einer mutationsspezifischen IDH1-Peptidvakzine in Kombination mit einer primären Radiotherapie, einer primären Chemotherapie mit Temozolomid oder einer primären kombinierten Radiochemotherapie mit Temozolomid bei Patienten mit Grad III oder Grad IV Gliomen mit IDH1R132H-Mutation, ohne 1p/19q-Kodeletion und mit Verlust der ATRX-Expression. Die Patienten erhalten insgesamt 8 Peptidvakzinierungen über einen Zeitraum von 24 Wochen.

NOA-17 / GlioCave

A Phase II-Trial comparing adjuvant stereotactic fractionated radiotherapy to the resection cavity in recurrent glioblastoma to observation.

Status der Studie: aktiv
Ansprechpartner: Prof. Dr. S.E. Combs (Primary Investigator, München), Dr. Ch. Straube (Study Coordinator, München)

Status der Studie: rekrutierend

In der multizentrischen, randomisierten Phase II Studie "GlioCave" wird die Wirksamkeit einer adjuvanten Strahlentherapie der Resektionshöhle nach der kompletten Resektion eines Glioblastom-Rezidivs untersucht. Dabei wird die Strahlentherapie der Resektionshöhle mit 36 à 3 Gy oder 46 à 2 Gy mit der weiteren Kontrolle verglichen. Die Chemotherapie ist nicht Teil des Studienprotokolls und kann, je nach Empfehlung des behandelnden Neuroonkologen, in beiden Armen gegeben werden.

Einschlusskriterien:

  • Supratentorielles Rezidiv eines Glioblastoms
  • Vorangegangene Standard-Therapie des Primärtumors
  • Komplette Resektion sämtlicher Kontrastmittel-aufnehmender Strukturen im post-operativen MRT
  • Alter von mindestens 18 Jahren
  • Karnofsky-Status von mindestens 60%
  • Adäquate Kontrazeption
  • Fähigkeit den Charakter und die möglichen individuellen Folgen der Studienteilnahme zu verstehen
  • Schriftliche Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien:

  • Entfernt multifokales Glioblastom oder Gliomatosis cerebri
  • Weniger als 6 Monate seit der vorangegangenen Strahlentherapie
  • Vorangegangene Re-Bestrahlung oder Vorbehandlung mit interstitieller Brachytherapie
  • Rückzug der Zustimmung zur Studienteilnahme
  • Noch ausgeprägte Nebenwirkungen der vorangegangenen Therapie
  • Aktive Zweittumorerkrankung oder Tumorerkrankung innerhalb der letzten 5 Jahre (ausgenommen Carcinoma in situ der Cervis, Basaliome, Plattenepithelkarzinome der Haut)
  • Schwangere oder stillende Frauen
  • Teilnahme an einer anderen klinischen Studie

Primärer Endpunkt: Progressionsfreies Überleben

Sekundäre Endpunkte: Gesamtüberleben, Toxizität und Therapie-Sicherheit, Lebensqualität, Neurokognitive Funktion (an ausgewählten Zentren), Hinweise auf Ansprechen im frühen MRT

 

NOA-19 / ReCog-GBM-L

Retest-Reliabilität und lokalisationsabhängige Sensitivität neurocognitiver Testung bei erstdiagnostizierten Glioblastompatienten (Re-Cog-GBM-L) - (Finanzierung: Uniklinik Köln, Zentrum für Neurochirurgie)

Status der Studie: aktiv
Ansprechpartner: Dr. Carolin Weiß Lucas (Studienleiterin), Prof. Roland Goldbrunner (Köln)

Status der Studie: rekrutiert seit 13.04.2016

ID-Nummer des Deutschen Registers Klinischer Studien (DRKS): DRKS00010162

Ziel der Studie ist es, mögliche Veränderungen der Denk- und Merkfähigkeit (Neurokognition) bei Patienten mit der (erstmaligen) Verdachtsdiagnose eines Glioblastoms vor und nach einer Operation bzw. Biopsie des Tumors und im weiteren Verlauf der Erkrankung zu untersuchen. Mit Hilfe der Studienergebnisse soll die künftige Diagnostik und Therapieplanung auch hinsichtlich möglicher neurokognitiver Defizite optimiert werden.

Studiendesign: Im deutschsprachigem Raum sollen N=192 Patienten mit erstdiagnostizierten (nicht vorbehandelten), supratentoriellen, monolokulären, kontrastmittelaufnehmenden intraaxialen Hirntumoren (V.a. Glioblastom) eingeschlossen werden (N=128 mit Tumorresektion, N=64 mit stereotaktischer Biopsie). Vor und nach dem operativen Eingriff sowie in der Folge alle 2 - 4 Monate bis zum ersten Rezidiv (s. Endpunkte) findet eine neurokognitive Testung statt (ca. 35 - 50 Min.), bestehend aus: Digit Span Test, Symbol Digit Modality Test (SDMT), Hopkins Verbal Learning Test-Revised (HVLMT-R), Stroop Colour Word Test, Trail Making Test, Judgement of Line Orientation Test (JLOT), Pegboard Test, Controlled Oral Word Association Test (COWAT), Bells Test und Rey-Osterrieth Complex Figure Test (ROCFT).

Primärer Endpunkt: Veränderung der neurocognitiven Leistungen nach Operation (vs. Biopsie) (Individualniveau) - Messzeitpunkte (MZ): 1 vs. 3.

Sekundäre Endpunkte: Veränderung der neurokognitiven Leistungen nach Radiochemotherapie (MZ 4 vs. 3), Test-Retest-Reliabilität der neurokognitiven Testergebnisse (MZ 2 & 3), Korrelation der neurokognitiven  Leistungsdefizite mit (a) der Tumor- / Ödem-Lokalisation (Methode: voxel-based lesion symptom mapping; MZ 1, 3, 4), (b) der Lebensqualität (Test: SF-12; MZ 1, 4) und (c) Depressivität (Test: BDI; MZ 1, 4).

Messzeitpunkte: (1) vor Operation, (2/3) nach Operation, vor Entlassung, konsekutive Tage, (4) ca. 3 Monate postoperativ.

In der pdf-Datei finden Sie die Studiensynopse.

 

Dateien

NOA-20 / N²M²

Umbrella protocol for phase I/IIa trials of molecularly matched targeted therapies plus radiotherapy in patients with newly diagnosed glioblastoma without MGMT promotor methylation: NCT Neuro Master Match - N²M² (NOA-20)

Status der Studie: aktiv
Ansprechpartner: Prof. Dr. Wolfgang Wick (Studienleiter, Heidelberg)

Die zunehmende Individualisierung der Krebstherapie spiegelt sich auch in den klinischen Studien durch neue Studienkonzepte wie Umbrella- oder Basket-Studien wider. Während bei Basket-Studien Patienten mit unterschiedlichen Tumorindikationen aber gleicher genetischer Alteration in einem gemeinsamen Protokoll behandelt werden, werden bei Umbrella-Studien Patienten einer Tumorindikation auf unterschiedliche Alterationen untersucht, für die dann verschiedene zielgerichtete Therapien angeboten werden.

Ziel dieser frühen Phase-I/II-Studien ist, erste Erkenntnisse bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit zu erhalten und eine schnelle Priorisierung neuer Wirksubstanzen für die klinische Anwendung zu erreichen. NCT Neuro Master Match (N²M²) wird Patienten mit neu diagnostiziertem Glioblastom ohne Hypermethylierung des Methylguanin DNA-Methyltransferase Promotors nach ausführlicher molekularer Testung per Zuordnung mit einer molekular zielgerichteten Therapie oder per Randomisierung mit einer Kontrolltherapie oder immunmodulierenden Therapie behandeln.

Die Studie rekrutiert seit 05/2018.

In der Nachbeobachtung / Auswertung befindlicher Studien::

EORTC 26053 / CATNON / NOA

Phase III-Studie zur Radio-Chemo-Therapie anaplastischer Gliome ohne kombinierten Verlust von 1p und 19q.

Status der Studie: aktiv
Ansprechpartner: Prof. Dr. Wolfgang Wick ( nationaler Koordinator, Heidelberg)

Die EORTC 26053-Studie untersucht die Frage, ob eine begleitende oder eine nachfolgende Chemotherapie mit Temozolomid zur Strahlentherapie das Gesamtüberleben von Patienten mit anaplastischem Gliom ohne kombinierten Verlust von 1p und 19q verbessert. Eingeschlossen werden können Patienten nach histologischer Sichtung und einer oder mehreren operativen Therapien, z. B. für ein niedergradiges Gliom. Die CATNON-Studie ist wegen der hohen Patientenzahl ein kooperatives Projekt mehrerer nationaler und internationaler Studienverbünde. Neben der EORTC, dem NCI von Kanada, zwei amerikanischen Studienverbünden und der australischen COGNO ist die NOA Mitinitiator der Studie. Weitere Informationen unter http://www.eortc.be.

 

Weitere Informationen zu EORTC-Studien finden Sie unter www.eortc.be
Im NOA-Vorstand ist Prof. Dr. Wolfgang Wick, Heidelberg, für die Beziehung zur EORTC zuständig. Er gibt Ihnen gerne detaillierte Informationen oder Hinweise, wie Sie sich an EORTC-Studien beteiligen können.